Wie die Karte der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) zeigt, gilt in allen unseren Nachbarländern und in der Mehrheit der europäischen Länder der Grenzwert 0.5 Promille.
Die Schweiz hat die Promillegrenze Anfang 2005 von 0.8 auf 0,5 Promille herabgesetzt und ihre Limite so dem in Europa üblichen Wert angepasst. Schweden, Norwegen und Polen haben mit 0.2 Promille einen tieferen Grenzwert. Norwegen war übrigens das erste Land weltweit, das 1936 die 0.5-Promillegrenze einführte.
Seit 2001 gelten 0.2 Promille. In einigen osteuropäischen Ländern dürfen sich Lenkerinnen und Lenker nur nüchtern ans Steuer setzen. In England und in Irland liegt die Grenze bei 0.8 Promille. Diese Werte sind der Europa-Karte der SFA zu entnehmen.
Am Steuer gehört die ganze Aufmerksamkeit dem Strassenverkehr. Gerade bei einer längeren Fahrt ist es wichtig, fit und ausgeruht zu sein. Zu hohe Geschwindigkeiten, Alkohol, Ablenkung, aber auch Sekundenschlaf zählen zu den häufigsten Unfallursachen. Alkohol kann zu Selbstüberschätzung und Fehlurteilen führen. Und er spielt bei Müdigkeitsunfällen eine grosse Rolle, denn bereits sehr kleine Mengen (auch unter 0.5 Promille) verstärken den Schlafmangel.
Die SFA empfiehlt, sich nüchtern ans Steuer zu setzen. Wer auf den Alkohol nicht ganz verzichten mag, sollte die Fahrtüchtigkeit überdenken. Die SFA gibt eine praktische Parkscheibe heraus, mit der sich unter Berücksichtigung von Geschlecht, Gewicht und konsumierter Alkoholmenge der eigene Promillewert schätzen lässt. Die Parkscheibe kann bei der SFA gratis bestellt werden. Bitte ein frankiertes und adressiertes Antwortkuvert an SFA, Postfach 870, 1001 Lausanne, senden (bis 5 Stück gratis).
Die Europakarte mit den Promillegrenzen ist im Internet abrufbar: http://www.sfa-ispa.ch/DocUpload/26D.pdf