Alljährlich verunfallen 43'000 Personen in der Schweiz beim Skifahren. Jede dritte Verletzung betrifft das Knie, jede zehnte den Kopf. Mit richtigem Verhalten, regelmässigem Ausdauertraining und der richtigen Ausrüstung kann man das Verletzungsrisiko stark vermindern.
Statistiken des Bundesamt für Unfallverhütung (BFU) zeigen, dass von 43'000 Skisportverletzungen 30% auf Knie-, 20% auf Schultern und 10% auf Kopfverletzungen fallen.
Beim Snowboarden passieren die meisten Verletzungen am Unterarm und am Rumpf. Dabei sind die Snowboarder doppelt so häufig von Verletzungen betroffen, wie die Skifahrer. Bei den Kindern, ob sie Snowboarden oder Skifahren, betrifft jede fünfte Verletzung den Kopf.
Eben noch hinterm Schreibtisch, sausen Ski- und Snowboard-Fahrer jetzt die Pisten hinunter - häufig geht das schief. Richtiges Training und passende Ausrüstung schützen vor Unfällen. Besonders wichtig ist die Kräftigung der Oberschenkel- und Rückenmuskulatur.
Die Ausdauer kann mit Radfahren, Walken, Joggen oder Inline-Skating trainiert werden. Viele Fitnesscenter, Sportclubs oder Turnvereine bieten spezielle Trainingsvorbereitungsprogramme für den Schneesport an.
Vor der ersten Abfahrt oder nach Pausen sollte man sich intensiv aufwärmen. Studien haben gezeigt, dass ein gezieltes Warm-up hilft Verletzungen vorzubeugen. Ein solches Training sollte als Bestandteil des Sportprogramms integriert werden.
Auch zu Hause können sogenannte „Trockenübungen“ die Koordination verbessern:
Umfragen des BFU haben ergeben, dass 45% der Brillenträger und 5% der Kontaktlinsenträger die Sehhilfen auf Skipisten nicht tragen. Wechselnde Schnee- und Lichtverhältnisse sowie kontrastarme Sichtbedingungen erfordern allerdings hohe Anforderungen an die Sehleistung. Deshalb: Beim Schneesport unbedingt die erforderlichen Sehhilfen tragen. Auch Sonnenbrillen mit ausreichendem UV-Schutz werden von den Experten dringendst empfohlen.
Vor allem Snowboardern wird das Tragen von wasserabweisenden Kleidern sowie zusätzlichen Knie- und Gesässpolstern empfohlen. Handschuhe mit speziellem Handgelenkschutz werden speziell den Carvern und den Snowboardern empfohlen.
Helmtragen beim Skifahren und Snowboarden ist zwar nicht obligatorisch, schützt aber vor Kopfverletzungen (Hirnerschütterung, Schädel-Hirntrauma). Kinder sollten nie ohne Helm auf die Piste.
Der Internationale Skiverband FIS (Fédération Internationale de Ski, FIS) hat Regeln erstellt, die helfen, Kollisionen beim Überholen zu vermeiden. Wichtig ist, genug Abstand zum überholten Skifahrer einzuhalten und ihm genügend Raum für seine Bewegungen zu lassen.
Ausserdem ist jeder Skifahrer und Snowboarder aufgefordert, Tempo und Fahrweise seinem Können, dem Gelände, den Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anzupassen.
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